Das Rätsel hinter dem Reifenstapel: Ein Formel-1-Foto erzählt mehr, als man sieht
Manche Fotos sind wie ein Krimi. Auf diesem Bild vom Österreichring 1981 scheint zunächst alles normal: Gilles Villeneuve im Ferrari, ein ATS auf der Strecke und ein Sportwart im Kiesbett. Doch ein unscheinbarer weißer Formel-1-Wagen hinter einem Reifenstapel verrät, dass die Geschichte ganz anders verlief.
Willkommen auf der AVUS
Es gibt Fotos, die einen Rennfahrer unsterblich machen. Genauso gibt es Fotos, die einen Rennwagen unsterblich machen. Und manchmal gelingt einem Fotografen sogar das Kunststück, eine zweitklassige Rennstrecke für einen kurzen Augenblick großartig aussehen zu lassen.
Ein Renault 5, ein Frontspoiler und eine mobile Chill-out-Lounge
Monaco 1978: Nachdem auf der Strecke künftige Formel-1-Stars um ihre Karriere kämpfen, machte es sich ein junger Mann auf der Motorhaube eines Renault 5 gemütlich. Ein Foto voller Zeitgeist, Coolness und Motorsport-Geschichte.
Formel 1 zwischen Mikrochip und Wasserpumpenzange
Wer heute an Formel 1 denkt, hat sofort Bilder von Ingenieuren vor riesigen Monitoren, Telemetrie in Echtzeit und Mechanikern mit Drehmomentschlüsseln im Kopf, die wahrscheinlich mehr kosten als früher ein Mittelklassewagen.
Ein McLaren für einen Moment: Bruno Giacomelli 1978 in Zandvoort
Bruno Giacomelli im McLaren: 1977 und 1978 fuhr der Italiener sechs Grand Prix für das britische Team. Ein Blick auf einen frühen Moment seiner Formel-1-Karriere.
Transporter, Holzbalken und Improvisation? Fahrerlager!
Transporter, Zelte, Werkzeug im Gras: Ein seltenes Foto aus dem Fahrerlager der Formel Super Vau zeigt, wie Rennteams in den 1970ern noch arbeiteten.
Vom Indy-Turbo zum F3000-Sauger – Honda-Judd-Connection
Die acht offenen Ansaugtrichter auf unseren heutigen Archivbild erzählen eine Geschichte, die genauso in Japan, wie in England oder den USA spielt. Denn obwohl 1986 „Honda“ auf dem Formel 3000-Motor stand, stammte dieser von John Judd aus Großbritannien und ging auf einen Motor zurück, den der Brite für die Indycars konstruierte.
Lenham P71 und sein langer Anlauf zu den 24 Stunden von Le Mans
Der Lenham P71 war nie Favorit, nie gut finanziert und nie wirklich bereit. Er verpasste WM-Läufe, scheiterte an der Kupplung und kämpfte mit einer Vorderachse, die bei Tempo 220 leicht wurde. Trotzdem stand er 1976 tatsächlich am Start der 24 Stunden von Le Mans.
Chevron im C2-Kleid – Der letzte Auftritt des Isolia 002 in Spa 1986
Manche Autos gewinnen Rennen, andere gewinnen Geschichten. Der Isolia 002 gehört zur zweiten Kategorie. Als dieser Rennwagen 1986 in Spa-Francorchamps sein letztes Rennen fuhr, lag unter seiner kantigen C2-Hülle bereits eine zehnjährige Karriere, die lange vor der Gruppe C begann.
Harald Ertl beim Race of Champions 1976
1976 trat Harald Ertl im Hesketh beim Race of Champions gegen Ferrari und McLaren an. Unser Archivbild erzählt von einer Zeit, als die Formel 1 noch offener war und Hesketh bereits ums Überleben kämpfte.
Nürburgring, 1978 – Ein Deutscher im Goldpokal
Ein weißer March, ein VW-Motor – und ein deutscher Fahrer, der Geschichte schrieb. 1978 gewann Helmut Henzler die europäische und deutsche Formel-Super-Vau-Meisterschaft. Unser Archiv-Foto erinnert an ein fast vergessenes Kapitel deutscher Rennsportgeschichte.
Zandvoort, 1976 – Schatten, Stil und ein stiller Held
Als ich dieses Foto sah, wusste ich sofort: Das ist einer dieser eingefrorenen Momente, die mehr erzählen als ganze Rennberichte. Zandvoort 1976 – Tom Pryce im Shadow. Ein Fahrer und sein Auto, eingefangen in einem Moment, der mehr erzählt als ganze Rennberichte. Beides Symbole für eine Zeit, in der Motorsport noch gefährlich ehrlich war.
Kyalami, 1976 – MG, Mähne, Motorsportglanz und „Strietzel“
Fahrerparade in Kyalami, 1976: Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck lässt sich standesgemäß chauffieren – stilecht auf dem Heck eines MGB. Nur der Schriftzug auf der Tür sorgt für leichte Verwirrung: „Hans Stuck“? Ja, im Ausland war „Hans-Joachim“ wohl einfach zu lang.
Vergessene Strecke trifft wilden Spider – ein heißer Fiat 124 Spider in Enna-Pergusa
Statt verlassener Strecke: Röhrende Motoren, ein Fiat 124 im Renntrimm und jede Menge Überraschung. Ein sizilianischer Moment in Enna-Pergusa, der im Ohr bleibt.
Le Mans 1982 im Rückspiegel der Erinnerung – Farben, Formen, Fantasien
Was für ein buntes Durcheinander! Le Mans 1982 – das war, wie ein Autokorso aus einem Paralleluniversum des Rennsports. Auf dem Bild, das von einem etwas blassen, aber umso charmanteren Negativ aus unserer Sammlung stammt, sehen wir nicht nur Autos, sondern rollende Statements.
Vielfalt auf der Strecke: Vogue SP2, M1, Rondeau M382 und Seite an Seite
Es gibt Bilder, deren Reiz erst auf den zweiten Blick deutlich wird. Dieses Foto von Start der 6 Stunden von Silverstone 1982 ist so ein Fall. Sein besonderer Charme liegt darin, dass es drei Rennwagen zeigt, die völlig unterschiedlichen Regelwerken folgen – und die trotzdem gemeinsam ins Rennen gehen.
Aus acht mach sechs: Mercedes-Benz M 106 für die Klasse 1 in DTM und ITC
Für die 1993 eingeführte DTM der Klasse 1 konstruierte Mercedes-Benz ein Renntriebwerk mit ungewöhnlichem Stammbaum. Der V6 M 106 entstand aus einem V8 – und wurde zum Herzstück zweier Meistertitel. Eine technische Meisterleistung mit 90 Grad und über 500 PS.
Herz mit 54 Grad: Der V6-Motor des Opel Calibra für die DTM
Opel setzte ab 1993 in der DTM auf einen außergewöhnlichen V6 mit 54-Grad-Zylinderwinkel, dessen Ursprung im Serienbau lag. Anfangs noch unterlegen, führte die technische Evolution schließlich zum Titelgewinn. Doch der Erfolg kam erst mit einem neuen Motor – und das Ende der ITC folgte kurz darauf.
Saleen S7-R: Le Mans-Klassensieger aus Amerika
Beim Stöbern im Archiv fiel mir ein Foto des Saleen S7-R in die Hände – und ich stellte fest: Darüber habe ich noch nie geschrieben. Zeit, das nachzuholen!
Bonnier auf dem Zylinderkopfdeckel?
Ein Formel-Super-V-Motor mit der Aufschrift „Bonnier“? Unser Kollege Fabian P. Wiedl staunte nicht schlecht, als er dieses seltene Foto aus dem Jahr 1973 entdeckte. Wie kam der Name auf einen Motor?