Lenham P71 und sein langer Anlauf zu den 24 Stunden von Le Mans
Der Lenham P71 war nie Favorit, nie gut finanziert und nie wirklich bereit. Er verpasste WM-Läufe, scheiterte an der Kupplung und kämpfte mit einer Vorderachse, die bei Tempo 220 leicht wurde. Trotzdem stand er 1976 tatsächlich am Start der 24 Stunden von Le Mans.
Haifischnase und Haltung: 50 Jahre BMW 6er im BMW Museum
Mit 847.000 Besuchern setzte das BMW Museum im vergangenen Jahr eine neue Rekordmarke. 2026 setzen die Münchener bewusst auf ein Modell, das wie kaum ein anderes für große Coupés mit Charakter steht: 50 Jahre BMW 6er.
Chevron im C2-Kleid – Der letzte Auftritt des Isolia 002 in Spa 1986
Manche Autos gewinnen Rennen, andere gewinnen Geschichten. Der Isolia 002 gehört zur zweiten Kategorie. Als dieser Rennwagen 1986 in Spa-Francorchamps sein letztes Rennen fuhr, lag unter seiner kantigen C2-Hülle bereits eine zehnjährige Karriere, die lange vor der Gruppe C begann.
David Purley und der LEC CRP1 – Der Traum vom eigenen Grand Prix-Wagen
Hinter dem Namen LEC steckt mehr als ein Exot im Grand Prix-Starterfeld der 1970er-Jahre. Pilot und Teameigner David Purley war Fallschirmjäger, Privatfahrer, Retter in höchster Not – und Überlebender eines der brutalsten Unfälle der Grand Prix-Geschichte. Sein LEC CRP1 entstand mit genauso viel Idealismus wie Mut.
Harald Ertl beim Race of Champions 1976
1976 trat Harald Ertl im Hesketh beim Race of Champions gegen Ferrari und McLaren an. Unser Archivbild erzählt von einer Zeit, als die Formel 1 noch offener war und Hesketh bereits ums Überleben kämpfte.
Zwischen Airbox und Aufbruch: Der vergessene Prototyp Abarth SE 030
Beim Stöbern nach alten Pressefotos entdeckte ich zufällig ein Bild eines Rennwagens, den ich nicht kannte. Doch der Abarth SE 030 ist mehr als ein vergessener Prototyp mit Formel 1-Ansaugbox, einem V6 aus dem Fiat 130 und einer Geschichte, die direkt zum Lancia Rally 037 führt. Ein Blick zurück auf ein beinahe übersehenes Kapitel italienischer Motorsportgeschichte.
Vom Käfer zur Volksformel– 60 Jahre Formel V in Europa
Ein Käfer-Motor, ein Rohrrahmen und der Traum vom Rennfahren – mehr brauchte es 1965 nicht. Die Formel V wurde zum Sprungbrett für eine ganze Generation von Fahrern. Heute feiert sie ihr Comeback in Erinnerung und Leidenschaft.
Nürburgring, 1978 – Ein Deutscher im Goldpokal
Ein weißer March, ein VW-Motor – und ein deutscher Fahrer, der Geschichte schrieb. 1978 gewann Helmut Henzler die europäische und deutsche Formel-Super-Vau-Meisterschaft. Unser Archiv-Foto erinnert an ein fast vergessenes Kapitel deutscher Rennsportgeschichte.
Zandvoort, 1976 – Schatten, Stil und ein stiller Held
Als ich dieses Foto sah, wusste ich sofort: Das ist einer dieser eingefrorenen Momente, die mehr erzählen als ganze Rennberichte. Zandvoort 1976 – Tom Pryce im Shadow. Ein Fahrer und sein Auto, eingefangen in einem Moment, der mehr erzählt als ganze Rennberichte. Beides Symbole für eine Zeit, in der Motorsport noch gefährlich ehrlich war.
Legendäre WM-Finale – und warum sich 2025 Geschichte wiederholen könnte!
Vier Grands Prix und zwei Sprints stehen noch aus – und plötzlich ist der Titelkampf der Formel-1-WM, der im Sommer schon entschieden schien, wieder offen. Max Verstappen konnte seinen Rückstand auf Lando Norris auf 36 Punkte verkürzen, auf Oscar Piastri fehlen ihm nur 35. Der Titelverteidiger fährt wieder auf gewohntem Niveau, während McLaren erstmals Nerven zeigt.
Vom 02er zum 3er: Der mutige Schritt, der BMW prägte
1975 präsentierte BMW den E21 als ersten 3er. Was als Nachfolger des 02ers begann, wurde schnell zum Maßstab der sportlichen Mittelklasse.
Vom 312T zum SF-25: Ferrari feiert in Monza Laudas erste WM – und sich selbst
An diesem Wochenende tritt Ferrari beim Großen Preis von Italien in Monza mit einer Sonderlackierung an: Die SF-25 von Charles Leclerc und Carlos Sainz sind ähnlich lackiert wie die roten Boliden der Saison 1975. Damals fuhren Clay Regazzoni und Niki Lauda für die Scuderia, und Lauda krönte sich zum ersten Mal in seiner Karriere zum Weltmeister.
Lotus 907 im Jensen-Healey: Großes britisches Scheitern
Drei Tage lang durfte ich die Classic Days moderieren. Drei Tage voller Motorengeräusche, Geschichten und Begegnungen, aber auch mit wenig Zeit, um selbst über das Gelände zu streifen. Umso mehr blieb mir dieser Moment in Erinnerung: Ich stehe vor einem roten Jensen-Healey, die Haube offen, der Blick fällt direkt auf das Herz eines britischen Traums und seines Scheiterns.
Kyalami, 1976 – MG, Mähne, Motorsportglanz und „Strietzel“
Fahrerparade in Kyalami, 1976: Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck lässt sich standesgemäß chauffieren – stilecht auf dem Heck eines MGB. Nur der Schriftzug auf der Tür sorgt für leichte Verwirrung: „Hans Stuck“? Ja, im Ausland war „Hans-Joachim“ wohl einfach zu lang.
Der Austin J40: Wie ein Pedalauto zu einer britischen Ikone wurde!
Zwischen walisischem Kohlenstaub und britischer Kindheitsnostalgie: In den 1950er-Jahren baute die Austin Junior Car Factory im walisischen Bargoed kleine Pedalautos für große Träume. Inzwischen lebt die Geschichte des Austin J40 weiter: Beim Goodwood Revival, in Sammlerwerkstätten und durch eine neue Gedenktafel, die diesem besonderen Kapitel der Automobilgeschichte ein Denkmal setzt.
Suzuki LJ10: Drei Meter lang, drei Sitzplätze und vier angetriebene Räder
Als Suzuki 1970 ein neues Fahrzeug vorstellte, rechnete niemand damit, dass dieser winzige Offroader eine weltweite Erfolgsgeschichte schreibt. Doch genau das tat der Suzuki LJ10.
AC 3000ME – Mehr Hoffnung als Hubraum
Manchmal wirkt die Geschichte der britischen Autoindustrie wie ein Sketch von Monty Python: ein bisschen exzentrisch, etwas improvisiert – und nicht selten tragikomisch. Der AC 3000ME ist so ein Fall. Ein Mittelmotor-Sportwagen aus Thames Ditton, der die Welt erobern wollte – und am Ende nicht einmal das eigene Händlernetz überzeugte.
Vergessene Fingerübung: Der VW Chicco von 1975
In den Archiven der Autohersteller schlummern unzählige Konzeptfahrzeuge, die nie den Sprung in die Serie schafften. Dazu kommen die Studien, die nur noch in der Erinnerung von Automagazinen und der damals Beteiligten erhalten sind. Viele dieser Studien sind faszinierend – und nicht selten fragt sich der Betrachter heute: Warum wurden dieses Auto nie gebaut? Der VW Chicco von 1975 ist ein gutes Beispiel dafür.
50 Jahre Opel Kadett City – Der letzte seiner (Antriebs-)Art
Als Opel im Frühjahr 1975 den Kadett City vorstellte, war die automobile Welt in Bewegung. Der Schrägheck-Kadett war Opels Antwort auf den Wandel in der Kompaktklasse. Nett formuliert war der Kadett City ein Versuch, Tradition und Moderne zu versöhnen. Doch im Rückblick wird deutlich, dass der gekürzte Kadett wohl eher aus der Not heraus entstand. Am Ende stand er zwischen den Epochen.
Happy Birthday, Polo! – 50 Jahre kleiner Großer aus Wolfsburg
50 Jahre, sechs Generationen, unzählige Geschichten – der VW Polo ist mehr als nur ein Kleinwagen.