50 Jahre Porsche 935: Perfektion der Grauzone
Als Porsche 1976 den 935 vorstellte, war dies mehr als nur die Antwort auf ein neues Reglement. Denn der Porsche 935 verschob die Grenze zwischen Seriennähe und Prototypenbau. Nach den windschlüpfigen ‚Flachschnauzen‘ der Werksautos sorgten die 935 der Kremer-Brüder und die radikalen 935 in Amerika bis weit in die 1980er-Jahre für Schlagzeilen.
Renault 21 Superproduction 4x4 – Frankreichs wildester Tourenwagen
Frankreich erlaubte Ende der 1980er-Jahre Tourenwagen, die anderswo undenkbar gewesen wären. Mit über 430 PS, Allradantrieb und Technik aus der Formel 1 dominierte der Renault 21 Superproduction 4x4 die Saison 1988. Am Steuer: Jean Ragnotti – und eine Familienlimousine, die plötzlich zum Extrem-Rennwagen wurde.
Lotus, Judd und fünf Ventile – die vergessene Tickford-Idee von 1989
Ein Foto eines Judd-Motors mit Tickford-Schriftzug führt zu einer fast vergessenen Formel-1-Episode. 1989 hoffte Lotus, mit einem Fünfventil-Zylinderkopf mehr Leistung aus dem Judd-V8 zu holen – doch nach zwei Tests war das Experiment schon wieder vorbei.
Derek Bennett, Chevron und die britische Kunst, Rennwagen zu bauen
Manche Rennwagen gewinnen Weltmeisterschaften, andere gewinnen zumindest unsere Herzen. Und dann gibt es jene Konstruktionen, die in den Ergebnislisten meist nur zweite oder dritte Reihen füllten und nur im Ausnahmefall zu Siegen oder Meisterschaften fuhren. In diese Kategorie gehören die Chevron von Derek Bennett.
Renault 21 Turbo Europa Cup: Wie eine brave Limousine zum Rennwagen wurde
Der Renault 21 galt Mitte der 1980er-Jahre als Inbegriff einer vernünftigen Familienlimousine. Doch wollte das ändern und schickte den Viertürer in seinen Europa-Cup: Mit 2,6 bar Ladedruck, rund 300 PS und reichlich Temperament wurde aus einem braven Mittelklassewagen ein erstaunlich bissiges Markenpokal-Auto.
Allradantrieb auf der Rennstrecke? Gab es öfter als man zunächst denkt!
Bis in die 1970er-Jahre war die Welt der Allradantrieb-Fahrzeuge überschaubar. Sie bestand aus Geländewagen, Lastwagen und Trecker. Nur sie trieben vier oder sogar noch mehr Räder an. Denn sie einte, dass sie im Schlamm arbeiteten, auf Baustellen, auf Feldern oder im Wald. In der Welt der Automobile und auf der Rundstrecke spielte Allrad kaum eine Rolle.
Wie das Concorde-Abkommen den FISA-FOCA-Krieg beendete
Vieles, was heute in der Formel 1 der Standard ist, geht auf das Concorde-Abkommen zurück. Seit 1981 regelt es die Beziehungen zwischen der FIA als Sporthoheit, den Inhabern der kommerziellen Rechte und den Teams. Es hob erstmals die Teams auf eine Stufe mit den Veranstaltern.
David Purley und der LEC CRP1 – Der Traum vom eigenen Grand Prix-Wagen
Hinter dem Namen LEC steckt mehr als ein Exot im Grand Prix-Starterfeld der 1970er-Jahre. Pilot und Teameigner David Purley war Fallschirmjäger, Privatfahrer, Retter in höchster Not – und Überlebender eines der brutalsten Unfälle der Grand Prix-Geschichte. Sein LEC CRP1 entstand mit genauso viel Idealismus wie Mut.
Gelbe Kanne, große Wirkung: Wie Renault die Formel 1 auflud (1977–1986)
Mit dem Wechsel zu Antriebseinheiten von Mercedes endet Renaults fast durchgehende 49-jährige Motoren-Kontinuität in der Formel 1. In dieser langen Zeit brachte Renault zunächst den Turbo in die Königsklasse und dominierte später zeitweise die Sauger-Ära. Wir blicken in einer dreiteiligen Serie in den nächsten Wochen auf Renaults Formel 1-Geschichte – zurück. Im ersten Teil geht es um Renaults langen Weg mit dem Turbo.
Zwischen Airbox und Aufbruch: Der vergessene Prototyp Abarth SE 030
Beim Stöbern nach alten Pressefotos entdeckte ich zufällig ein Bild eines Rennwagens, den ich nicht kannte. Doch der Abarth SE 030 ist mehr als ein vergessener Prototyp mit Formel 1-Ansaugbox, einem V6 aus dem Fiat 130 und einer Geschichte, die direkt zum Lancia Rally 037 führt. Ein Blick zurück auf ein beinahe übersehenes Kapitel italienischer Motorsportgeschichte.