Eigentlich wollte ich gestern in den Niederlanden den „nur“ den neuen VW Touran testen, bevor der Van im September zu den Händlern rollt. Doch die Strecke, die VW dazu ausgesucht hat, führte an Rennstrecke von Zandvoort vorbei. Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen, dem Fahrerlager der ehemaligen Grand Prix Rennstrecke in der Nähe von Amsterdam einen Besuch abzustatten.

Denn die Rennstrecke im Badeort Zandvoort verfügt mit ihrer Lage mitten in den Dünen über ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Wo an anderen Strecken die Piloten hauptsächlich Feuchtigkeit auf der Strecke furchten, sorgt in Zandvoort auch schon mal der feine Dünensand für rutschige Straßenverhältnisse. Der Kurs entstand 1948 auf Betreiben von Hans Hugenholtz. Später entwarf Hugenholtz unter anderem auch die Rennstrecken in Suzuka und Zolder. Und auch das Motodrom in Hockenheim entstammt einem Entwurf des Niederländers.

Ligier JS49 und VW Touran
Ligier JS49 und VW Touran im Fahrerlager von Zandvoort

Bei meinem Abstecher ins Fahrerlager fand auf der Strecke gerade ein Trackday statt. Auf der Strecke drehten einige Tourenwagen und Sportwagen ihre Runden. Im Fahrerlager kam es schnell zum obligatorischen Benzingespräch. Ein netter Niederländer, der seinen Ligier JS49 eine kurze Pause gönnte, erlaubte es, seinen Sportwagen der Gruppe CN als Fotopartner für den neuen VW Touran zu nutzen.

Unser Fotopartner wurde vom ehemaligen Formel-1-Teamchef Guy Ligier entworfen. Den Bau übernimmt Automobiles Martini in Magny Cours. Haupteinsatzgebiet von Gruppe CN Sportwagen sind Bergrennen. Es gibt jedoch in einigen Ländern auch nationale Rundstrecken-Meisterschaften für diese Sportprototypen, die mit seriennahen Motoren aus der Gruppe N ausgerüstet sind.

Das trifft – indirekt – auch auf den Motor des Touran zu. Denn der 1.4 TSI kommt ja auch im Polo und Golf zum Einsatz, die über eine Homologation in der Gruppe N verfügen. Und schlägt zu die Brücke zum Familienvan aus Wolfsburg, der im Herbst in die zweite Generation bei den Händlern stehen wird.

Dabei vollzieht Volkswagen auch beim Touran den Wechsel zum Modularen Querbaukasten (MQB). Das soll den Van, der von 2003 bis 2011 in seinem Segment Marktführer war, zurück an die Spitze der Verkaufscharts bringen. Zielgruppe des Vans sind Familien, die Platz benötigen, und Menschen im mittleren Alter – wie die kontextorientierten Best-Ager bei VW heißen.

Das Foto ist der Prolog für unseren ausführlichen Fahrbericht zum neuen VW Touran, der hier in Kürze im Auto-Blog für Auto-Natives folgt.

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